Warum Lesenlernen so anspruchsvoll ist
Lesen ist eine der zentralen Basiskompetenzen. Doch der Leseerwerb stellt hohe Anforderungen an das Gehirn. Lesen ist keine angeborene Fähigkeit: Es braucht die gezielte Ausbildung neuronaler Netzwerke, insbesondere im Gyrus fusiformis – jenem Areal, das visuelle Buchstabenmuster mit Lauten verknüpft und das nicht, wie die anderen Sprachbereiche im Gehirn, bereits angelegt ist. Allem Lesen geht die phonologische Bewusstheit voran, also das Erkennen oder Zuordnen von Schriftzeichen zu Lauten. Dieser Workshop zeigt, warum Alphabetisierung und Schriftspracherwerb so komplex sind. Gemeinsam erkunden wir neurobiologische Grundlagen, didaktische Ansätze und praktische Methoden für die Alphabetisierung. Gemeinsam wird mehr Verständnis dafür gewonnen, warum Alphabetisierung oft nicht linear verläuft – und wie Lernende dabei bestmöglich unterstützt werden können.
Inhalte:
Neurobiologische Grundlagen
Phonologische Bewusstheit erlangen
Aufbau des Visual Word Form Area
Materialien und konkrete Tipps
Marion Grein, Professorin Universität Mainz, Leiterung des Masterstudiengangs DaF/DaZ
Termin: Donnerstag, 12. März 2026, 10.00 - 13.00 Uhr (3 UE inkl. Pausen)










