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Das lesende Gehirn

Marion Grein
12.03.2026 10:00–13:00

Warum Lesenlernen so anspruchsvoll ist

Lesen ist eine der zentralen Basiskompetenzen. Doch der Leseerwerb stellt hohe Anforderungen an das Gehirn. Lesen ist keine angeborene Fähigkeit: Es braucht die gezielte Ausbildung neuronaler Netzwerke, insbesondere im Gyrus fusiformis – jenem Areal, das visuelle Buchstabenmuster mit Lauten verknüpft und das nicht, wie die anderen Sprachbereiche im Gehirn, bereits angelegt ist. Allem Lesen geht die phonologische Bewusstheit voran, also das Erkennen oder Zuordnen von Schriftzeichen zu Lauten. Dieser Workshop zeigt, warum Alphabetisierung und Schriftspracherwerb so komplex sind. Gemeinsam erkunden wir neurobiologische Grundlagen, didaktische Ansätze und praktische Methoden für die Alphabetisierung. Gemeinsam wird mehr Verständnis dafür gewonnen, warum Alphabetisierung oft nicht linear verläuft – und wie Lernende dabei bestmöglich unterstützt werden können.

Inhalte:

Neurobiologische Grundlagen

  • Kurzinput: Das Gehirn ist nicht auf das Lesen vorbereitet
  • Rolle des Gyrus fusiformis (Visual Word Form Area)
  • Umstrukturierung bestehender Netzwerke (Neuroplastizität)
  • Was heißt das für den Unterricht mit nicht alphabetisierten Erwachsenen?

Phonologische Bewusstheit erlangen

  • Input: Phonologische Bewusstheit als zentrale Voraussetzung
  • Silben, Reime, Anlaute, Karaoke-Lesen – Bedeutung und Förderung

Aufbau des Visual Word Form Area

  • Vorgehen bei der Alphabetisierung
  • Vom Laut zur Silbe zum Wort

Materialien und konkrete Tipps

  • Methoden vorstellen und ausprobieren

Marion Grein, Professorin Universität Mainz, Leiterung des Masterstudiengangs DaF/DaZ

Termin: Donnerstag, 12. März 2026, 10.00 - 13.00 Uhr (3 UE inkl. Pausen)

Anmeldung beim bifeb

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